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Benjamin Ferencz
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Benjamin Berell Ferencz (geboren am 11. MĂ€rz 1920 in NagysomkĂșt, Komitat SzatmĂĄr, Königreich Ungarn, heute RumĂ€nien; gestorben am 7. April 2023cite-ref-1[1] in Boynton Beach, Florida, Vereinigte Staaten) war ein US-amerikanischer Jurist. Er war ChefanklĂ€ger im Einsatzgruppen-Prozess, einem der zwölf NĂŒrnberger Nachfolgeprozesse nach dem Zweiten Weltkrieg. Er war der letzte noch lebende ChefanklĂ€ger aller damaligen Prozesse.cite-ref-2[2]cite-ref-3[3]
Contents
âą Leben
âą Wirken
âą Weitere Karriere
âą Audio
âą Literatur
âą Film
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Leben
Jugend und Ausbildung
Benjamin Ferencz wurde in einem kleinen Dorf im damals noch ungarischen SiebenbĂŒrgen als Sohn jĂŒdischer Eltern geboren. Nach dem Ersten Weltkrieg musste das Königreich Ungarn das Gebiet gemÀà dem am 4. Juni 1920 unterzeichneten Vertrag von Trianon an das Königreich RumĂ€nien abgeben; der ungarischen jĂŒdischen Bevölkerung ging es von da an immer schlechter (siehe dazu Geschichte des Antisemitismus bis 1945#RumĂ€nien).cite-ref-sz2014-4-0[4]cite-ref-5[5] Seine Familie emigrierte in die USA, als er zehn Monate alt war. Ferencz wuchs in einem von der KriminalitĂ€t gezeichneten Problemviertel von Manhattan und in der Bronx auf. Er besuchte die Townsend Harris High School fĂŒr begabte Jungen,cite-ref-6[6] studierte am City College of New York und erhielt 1943 den Jura-Abschluss bei Sheldon Glueck an der Harvard Law School.cite-ref-sz2014-4-1[4]
Wirken
Ferencz wurde als einfacher Soldat eingezogen und kĂ€mpfte 1944 in einer Flak-Einheit in Frankreich, als er den Befehl erhielt, in der âJudge Advocate Sectionâ einen âWar Crimes Branchâ einzurichten. Er sammelte Beweismaterial fĂŒr Kriegsverbrechen der Deutschen. âSo weit ich weiĂ, war ich der Erste in der amerikanischen Armee, der sich mit Kriegsverbrechen beschĂ€ftigteâ,cite-ref-interview-7-0[7] sagte Ferencz selbst rĂŒckblickend.
Ferencz untersuchte Lynchmorde an alliierten Pilotencite-ref-8[8] und ermittelte unmittelbar nach der Befreiung in deutschen Konzentrationslagern, so in Ohrdruf, in Buchenwald, in FlossenbĂŒrg, in Mauthausen-Gusen und in Ebensee.cite-ref-9[9] Philipp Gut war 2020 der Meinung, hauptsĂ€chlich Ferencz habe den Begriff Genozid in die Rechtsgeschichte eingebracht.cite-ref-10[10]
In der unmittelbaren Nachkriegszeit wurden in Dachau unter seiner Mitwirkung Verfahren wegen Kriegsverbrechen von einem improvisiert eingerichteten MilitĂ€rgericht in Schnellverfahren durchgefĂŒhrt.cite-ref-sz2014-4-2[4]
Ferencz beobachtete 1945 im KZ-AuĂenlager Ebensee nach dessen Befreiung, wie HĂ€ftlinge einen KZ-WĂ€rter zusammenschlugen und ihn bei lebendigem Leibe im Krematorium verbrannten.cite-ref-11[11]
Ende 1945 nahm er im Rang eines Sergeant seinen Abschied von der Armee. Er kehrte nach New York zurĂŒck, um dort als Jurist zu arbeiten.
Einsatzgruppen-Prozess
Siehe auch
:
Einsatzgruppen-Prozess
Kurz darauf wurde er von Telford Taylor zur RĂŒckkehr nach Deutschland bewogen, um als ziviler Leiter einer Gruppe von fĂŒnfzig Personen, zumeist FlĂŒchtlinge vor dem Nationalsozialismus, Beweismaterial fĂŒr die Anklage der NĂŒrnberger Prozesse zu finden. Einer seiner Mitarbeiter entdeckte die Leitz-Ordner mit den SS-Ereignismeldungen aus der UdSSR.cite-ref-sz2014-4-3[4] Als Ferencz bei Taylor insistierte, den in diesen Meldungen belegten Massenmord zum Gegenstand eines weiteren Verfahrens zu machen, wurde er, damals 27 Jahre alt, zum ChefanklĂ€ger im Einsatzgruppen-Prozess ernannt. Alle 22 Angeklagten wurden schuldig gesprochen.
Der Einsatzgruppen-Prozess, offiziell The United States of America vs. Otto Ohlendorf, et al., war der neunte der zwölf âNĂŒrnberger Nachfolgeprozesseâ, die die Vereinigten Staaten nach dem Zweiten Weltkrieg in NĂŒrnberg vor dem Nationalen MilitĂ€rtribunal abhielten.
Im Jahr 2002 erstellte Lutz Hachmeister gemeinsam mit dem Landsberger Historiker Anton Posset einen Dokumentarfilmcite-ref-12[12]cite-ref-13[13] rund um die historische Bedeutung der Justizvollzugsanstalt Landsberg und das lokal in Landsberg emotional viel diskutierte Thema der Kriegsverbrecher. Hierbei wurde Benjamin Ferencz erstmals nach vielen Jahren interviewt und Ă€uĂerte sich zum Prozess von Alfried Krupp.
Weitere Karriere
Ferencz blieb auch danach noch in Deutschland und arbeitete in Wiedergutmachungsfragen im 'Legal Aid Department' bei der Jewish Restitution Successor Organization (JRSO) als Generaldirektor, und nach deren Vereinigung 1955 mit der United Restitution Organization fĂŒr diese. Er nahm fĂŒr die JRSO an den Reparationsverhandlungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland, dem Staat Israel und der Jewish Claims Conference teil; am 10. September 1952 wurde das Luxemburger Abkommen unterzeichnet.
Nach seiner RĂŒckkehr in die USA im Jahr 1957 eröffnete er mit seinem Partner Telford Taylor eine Anwaltskanzlei, in der er bis 1970 tĂ€tig war.cite-ref-14[14] Daneben lehrte er an der Pace University in New York und schrieb BĂŒcher ĂŒber das Völkerrecht.
Ferencz nahm 1997 und 1998 an den Verhandlungen zum Römischen Statut des Internationalen Strafgerichtshofs teil, die in die GrĂŒndung des Internationalen Strafgerichtshofs mĂŒndeten. Auch in den Folgejahren setzte er sich intensiv fĂŒr diesen ein.cite-ref-interview-7-1[7]
Auf Einladung des ChefanklĂ€gers eröffnete Ferencz im Januar 2009 symbolisch das erste PlĂ€doyer der Anklage vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag und stellte damit die Arbeit des Gerichts in die direkte Tradition der NĂŒrnberger Prozesse.cite-ref-15[15] FĂŒr Ferencz war es ein aus seiner persönlichen Kriegserfahrung heraus gewachsenes Anliegen, dass der Einsatz von Waffengewalt zum Erreichen politischer Ziele egal durch wen âals internationales und nationales Verbrechen bestraft wird.âcite-ref-interview-7-2[7]
Er Ă€uĂerte 2007 in einem ZDF-Interview, dass âGuantĂĄnamo mit Folter durch die Amerikaner genauso verbunden sein wird wie Auschwitz mit Deutschlandâ.cite-ref-16[16] Am 20. November 2020 wurde er von Ingo Zamperoni in den ARD Tagesthemen interviewt.cite-ref-17[17] Am 22. Juni 2021 wurde ihm als erstem PreistrĂ€ger der Pahl Peace Prizecite-ref-0-18-0[18] in Liechtenstein verliehen.cite-ref-19[19]
Audio
âą Der gröĂte Fall der Rechtsgeschichte., 4.59 Minuten, Michael Köhler interviewt Claus KreĂ zum Tod von Ben Ferencz, Deutschlandfunk 9. April 2023
Schriften (Auswahl)
âą New Legal Foundations for Global Survival: Security Through the Security Council. Oceana 1994, ISBN 0-379-21207-2.
âą Mit K. Keyes Jr: Planethood. Vision Books 1988. Reprint 1991, ISBN 0-915972-21-2.
âą A Common Sense Guide to World Peace. Oceana 1985.
âą Enforcing International Law: A Way to World Peace. Oceana 1983.
âą Less Than Slaves: Jewish Forced Labor and the Quest for Compensation. Vorwort Telford Taylor. Harvard UP, Cambridge 1979, ISBN 0-253-21530-7.
âą Lohn des Grauens. Die verweigerte EntschĂ€digung fĂŒr jĂŒdische Zwangsarbeiter. Ein Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte. Frankfurt am Main: Campus 1981.
âą An International Criminal Court: A Step Toward World Peace. Oceana 1980, ISBN 0-379-20389-8.
âą Defining International Aggression: The Search for World Peace. Oceana 1975, ISBN 0-379-00271-X.
âą âSag immer Deine Wahrheit. Was mich 100 Jahre Leben gelehrt habenâ. Heyne Verlag, MĂŒnchen 2020, ISBN 978-3-453-21808-6.
Auszeichnungen und Ehrungen (Auswahl)
âą 2009: Erasmuspreis (gemeinsam mit Antonio Cassese)
âą 2010: GroĂes Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland fĂŒr seinen lebenslangen Einsatz fĂŒr das Völkerrechtcite-ref-22[22]
⹠2013: Dag-Hammarskjöld-Ehrenmedaille (zusammen mit dem Internationalen Strafgerichtshof)
âą 2015: Elie Wiesel Award, ausgestellt vom United States Holocaust Memorial Museum
⹠2021: PreistrÀger des Pahl Peace Prizecite-ref-0-18-1[18] in Liechtenstein
âą 2022: Congressional Gold Medalcite-ref-24[24]
Literatur
⹠Constantin Goschler, Marcus Böick, Julia Reus (Hrsg.): Kriegsverbrechen, Restitution, PrÀvention. Aus dem Vorlass von Benjamin B. Ferencz. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2019, ISBN 978-3-525-31116-5 (Dokumentensammlung Open Access).
âą Philipp Gut: Jahrhundertzeuge Ben Ferencz. ChefanklĂ€ger der NĂŒrnberger Prozesse und leidenschaftlicher KĂ€mpfer fĂŒr Gerechtigkeit. Piper Verlag, MĂŒnchen 2020, ISBN 978-3-492-05985-5.cite-ref-26[26]
âą Heikelina Verrijn Stuart, Marlise Simons: Der Staatsanwalt und der Richter. Benjamin Ferencz und Antonio Cassese, Herausgegeben von Irmtrud Wojak, Holger Buck und JoaquĂn GonzĂĄlez Ibåñez, Buxus Edition, Bochum 2022, ISBN 978-3-949379-08-6.
Film
âą A Man Can Make a Difference (Regie: Ullabritt Horn, Deutschland 2015, Dokumentarfilm)
âą Prosecuting Evil (2018)
Weblinks
Commons
: Benjamin Ferencz
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
âą Literatur von und ĂŒber Benjamin Ferencz im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
âą Benjamin Ferencz bei IMDb
âą Website von Benjamin Ferencz
âą Benjamin Ferencz, bei Wollheim-Memorial
âą Video: Ausschnitt aus dem Dokumentarfilm ââVernichtung durch Arbeitâ â KZ-HĂ€ftlinge: Sklaven fĂŒr die deutsche Industrieâ (1984) mit Benjamin Ferencz auf paedagogikundns.wordpress.com
âą Lebensgeschichtliches Interviews mit Benjamin Ferencz vom 2. Dezember 2013, in: Quellen zur Geschichte der Menschenrechte, herausgegeben vom Arbeitskreis Menschenrechte im 20. Jahrhundert.
âą Stefan Willeke: Wer lĂŒgt, wird erschossen. In: zeit.de. 27. MĂ€rz 2018; abgerufen am 6. Januar 2019.
âą Deutschlandfunk Essay und Diskurs vom 25. August 2019: Das Prinzip âRecht statt Kriegâ (1/2): Der Völkerrechtler Benjamin Ferencz im GesprĂ€ch mit Daniel Cil Brecher
⹠«Never give up!» 28. Februar 2020, Passage 2, Radio SRF
⹠Sandro Benini: «An die Szenen im KZ denke ich jeden Tag». In: Tages-Anzeiger, 22. August 2020 (Archiv).
⹠Video: «Es war, als hÀtte ich in die Hölle geschaut» Im Jahr 2020 aufgezeichnete Erinnerungen von Benjamin Ferencz: In. Spiegel.de. 7. November 2020.
âą Video: «Make Law Not War: Der jĂŒdische Jurist Benjamin B. Ferencz. Vom AnklĂ€ger im NĂŒrnberger Einsatzgruppenprozess zum VorkĂ€mpfer fĂŒr das Völkerrecht» GesprĂ€ch mit Dan Diner, Constantin Goschler u. a. mit Videobotschaft von Ferencz aus dem Jahr 2021, aus der SĂ€chsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig anlĂ€sslich der Publikation: âKriegsverbrechen, Restitution, PrĂ€vention. Aus dem Vorlass von Benjamin B. Ferenczâ. Hrsg. v. Constantin Goschler, Marcus Böick u. Julia Reus (Band 4 aus dem Archiv jĂŒdischer Geschichte und Kultur. Im Auftrag der SĂ€chsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig hrsg. v. Dan Diner). Zur Veranstaltung und zum E-Book (open access)
âą Audio: Authentic Evidence, Episode des âMemory Generationâ Podcast in Zusammenarbeit mit der USC Shoah Foundation
âą Jutta Olschewski, Daniel Staffen-Quandt: Benjamin Ferencz gestorben: âMister Nuernbergâ wollte den Frieden. In: Sonntagsblatt. 9. April 2023, abgerufen am 16. Juni 2023.
Einzelnachweise
cite-note-22. â Deutschlandfunk 11. MĂ€rz 2020: Der unermĂŒdliche Advokat fĂŒr den Frieden.
cite-note-33. â Associated Press: Ben Ferencz, last living Nuremberg prosecutor of Nazis, dies (8. April 2023)
cite-note-sz2014-44. â Daniel Stahl, Annette Weinke: Frieden durch Recht. In: SĂŒddeutsche Zeitung. 18. Januar 2014, S. V2 9.
cite-note-55. â questia.com
cite-note-66. â Philipp Gut: Jahrhundertzeuge Ben Ferencz. Piper Verlag, 2020, ISBN 978-3-492-05985-5, S. 21.
cite-note-interview-77. â Lebensgeschichtliches Interview mit Benjamin Ferencz. In: Quellen zur Geschichte der Menschenrechte. Arbeitskreis Menschenrechte im 20. Jahrhundert, 12. Dezember 2013, abgerufen am 20. Dezember 2016.
cite-note-88. â Philipp Gut: Jahrhundertzeuge Ben Ferencz. Piper Verlag, 2020, ISBN 978-3-492-05985-5, S. 57â60.
cite-note-99. â Philipp Gut: Jahrhundertzeuge Ben Ferencz. Piper Verlag, 2020, ISBN 978-3-492-05985-5, S. 64â85.
cite-note-1010. â Philipp Gut: Wie es zum grössten Mordverfahren der Geschichte kam, Weltwoche 12.20 S. 56
cite-note-1111. â Sebastian Gubernator: NĂŒrnberg wurde sein Schicksal. In: Welt am Sonntag. 7. Oktober 2018, S. 6.
cite-note-1212. â Das GefĂ€ngnis. Landsberg und die Entstehung der Republik
cite-note-1313. â http://www.hmr-produktion.de/filme/das-gefaengnis.html
cite-note-1414. â B. Ferencz: Telford Taylor: Pioneer of International Criminal Law. In: Columbia Journal of Transnational Law. 37, Nr. 3, 1999, S. 661â664.
cite-note-1515. â Der ChefanklĂ€ger. Deutscher Dokumentarfilm 2013.
cite-note-1717. â ChefanklĂ€ger der NĂŒrnberger Prozesse: âSie bereuten nichtsâ. In: tagesschau.de. Abgerufen am 21. November 2020.
cite-note-0-1818. â PreistrĂ€ger â Pahl Peace Prize Foundation. Abgerufen am 8. November 2021 (Schweizer Hochdeutsch).
cite-note-1919. â Ferencz: âDer Weltfrieden darf nicht unser Ziel bleiben, sondern muss RealitĂ€t werdenâ â Liechtenstein. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 8. November 2021; abgerufen am 8. November 2021. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemÀà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.volksblatt.li
cite-note-2020. â Nachruf von John Q. Barrett.
cite-note-2121. â benferenz.org
cite-note-2222. â Leidenschaftlicher KĂ€mpfer fĂŒr das Völkerrecht. AuswĂ€rtiges Amt, 27. Mai 2010, abgerufen am 22. MĂ€rz 2011.
cite-note-2323. â AnklĂ€ger der NĂŒrnberger Prozesse erhĂ€lt EhrendoktorwĂŒrde in Köln. Abgerufen am 12. Februar 2021 (deutsch).
cite-note-2424. â Congressional Gold Medal Recipients. US House of Representatives: History, Art & Archives, abgerufen am 24. Juli 2024.
cite-note-2525. â Memorium: Vorplatz nach Benjamin Ferencz benannt â Stadtportal NĂŒrnberg. Abgerufen am 12. April 2024.
cite-note-2626. â Knud von Harbou: Anwalt der Ermordeten. In: SĂŒddeutsche Zeitung. 21. Juni 2020, abgerufen am 7. Juli 2023.